Weniger Greenwashing, mehr Authentizität: Wie ehrliche Kommunikation zu mehr Nachhaltigkeit führt

Nachhaltigkeit ist längst kein Nischenthema mehr. Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner und auch Mitarbeitende erwarten von Unternehmen ein verantwortungsvolles Handeln. Gleichzeitig wächst die Skepsis gegenüber wohlklingenden Nachhaltigkeitsversprechen. Begriffe wie „klimaneutral“, „grün“ oder „umweltfreundlich“ werden inflationär genutzt und verlieren dadurch an Glaubwürdigkeit. Genau hier beginnt das Problem des Greenwashings. Für kleine und mittelständische Unternehmen liegt die Lösung jedoch nicht in perfekten Hochglanzkampagnen, sondern in ehrlicher und nachvollziehbarer Kommunikation.

Authentizität bedeutet, offen zu zeigen, wo ein Unternehmen steht. Nicht jedes KMU kann sofort komplett nachhaltig wirtschaften. Das ist auch nicht notwendig. Entscheidend ist, transparent über Maßnahmen, Fortschritte und Herausforderungen zu sprechen. Ein Handwerksbetrieb, der auf regionale Lieferanten setzt und seine Fahrzeuge schrittweise auf effizientere Modelle umstellt, handelt bereits nachhaltiger als viele vermuten. Wenn diese Schritte konkret benannt werden, entsteht Vertrauen. Pauschale Aussagen ohne Einordnung bewirken dagegen oft das Gegenteil.

 

Beispiele aus der Praxis für authentische Kommunikation

 

Ein gutes Praxisbeispiel liefert ein mittelständischer Lebensmittelhersteller, der seine Verpackungen überarbeitet hat. Statt zu behaupten, nun vollständig plastikfrei zu sein, kommuniziert das Unternehmen klar, dass der Kunststoffanteil um 40 Prozent reduziert wurde und warum eine vollständige Umstellung aktuell noch nicht möglich ist. Ergänzt wird diese Aussage durch einen Ausblick auf die nächsten geplanten Schritte. Kundinnen und Kunden honorieren diese Offenheit, weil sie realistisch und nachvollziehbar ist.

Auch im Dienstleistungssektor zeigt sich, wie wirkungsvoll ehrliche Kommunikation sein kann. Eine Agentur, die ihren eigenen Energieverbrauch misst und intern Maßnahmen zur Reduktion umsetzt, veröffentlicht jährlich eine kurze Übersicht über Erfolge und Rückschläge. Dabei werden nicht nur positive Zahlen präsentiert, sondern auch Ziele, die noch nicht erreicht wurden. Diese Transparenz stärkt die Glaubwürdigkeit und hebt das Unternehmen klar von Wettbewerbern ab, die Nachhaltigkeit nur als Marketingfloskel nutzen.

Für KMU ist Authentizität zudem ein echter Wettbewerbsvorteil. Sie sind näher an ihren Kundinnen und Kunden, Entscheidungswege sind kürzer und Maßnahmen lassen sich schneller erklären. Nutzen Sie diese Nähe. Erzählen Sie konkrete Geschichten aus Ihrem Unternehmensalltag. Beschreiben Sie, warum Sie bestimmte Entscheidungen getroffen haben und welche Auswirkungen diese haben. Vermeiden Sie abstrakte Begriffe, wenn es auch konkret geht.

Ehrliche Nachhaltigkeitskommunikation beginnt immer im Inneren des Unternehmens. Bevor Sie nach außen kommunizieren, sollten Sie sich fragen, welche Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden und welche Ziele realistisch sind. Dokumentieren Sie Fortschritte und kommunizieren Sie diese verständlich. So entsteht Schritt für Schritt ein glaubwürdiges Nachhaltigkeitsprofil.

Weniger Greenwashing bedeutet nicht weniger Kommunikation, sondern bessere. Wer authentisch bleibt, realistische Ziele setzt und transparent berichtet, schafft langfristig Vertrauen. Und genau dieses Vertrauen ist die Basis für echte, wirksame Nachhaltigkeit.

 

Sie möchten Greenwashing vermeiden und Ihre Unternehmenswerte ehrlich mit Ihren Kund*innen kommunizieren? Ich freue mich auf Ihre unverbindliche Kontaktaufnahme, um mit Ihnen weitere Details zur Auftragsvergabe zu besprechen.

Ines Kater | KATER WERBETEXT 

 

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